Das Interview zur Gründung der RON-Bewegung
Zwei Freunde kreieren ein auf Fakten basiertes, freundliches und informatives Interview.

Heiner Horlitz
Maler, Autor, Erzieher, Kumpel und vieles mehr
Heiner Horlitz war sogleich Feuer und Flamme, als er von der Idee der RON-Bewegung hörte. Heute ist er hier, um ein freundlich gesonnenes und informatives Interview mit seinem langjährigen Freund, Wegbegleiter und Begründer der Bewegung zu führen.

Ronny Wesemann
Gründer der RON-Bewegung und lebenslanger "Spring-ins-Feld"
Ein Gespräch mit seinem Sohn, trieb ihm Anfang 2026 Tränen in die Augen. Er beschloss zu handeln und steckte 5 Monate Arbeit, Geld und Nerven in die Gründung einer neuen nund nach seinen Worten längst überfälligen Bewegung. Nun, Anfang Juni 2026 möchte er dieses Angebot erstmals der Öffentlichkeit vorstellen.
„Je mehr Menschen aufgeben, desto einsamer fühlen sich die anderen.“
Ronny Wesemann (Begründer der RON-Bewegung)
Ein Interview zwischen Heiner Horlitz, und Ronny Wesemann.
Horlitz: Ronny Wesemann. Sie haben die RON-Bewegung gegründet. Was müssen wir uns darunter vorstellen und was versprechen Sie sich davon?
Wesemann: Die RON-Bewegung ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, vereint und ohne Vorkenntnisse, Geld oder Zeitaufwand Gutes zu tun. Sie besteht zum großen Teil aus Menschen, die noch mit jenen Werten aufgewachsen sind, die heute im Alltag von so vielen schmerzlichst vermisst werden. Der andere Teil besteht aus jenen Menschen, die es nicht anders gelernt haben und sich fragen, ob wir schon immer so kalt miteinander umgingen, ob sie und andere vielleicht auch deshalb so erschöpft sind vom täglichen Miteinander, das sich als immer egoistischer und grenzüberschreitender entpuppt. Beide Teile sehen dringenden Handlungsbedarf, um uns wieder zu dem zu machen, was wir sind. Eine Gesellschaft. Die Bewegung möchte quasi die fast vergessene Sprache des höflichen, zuvorkommenden und respektvollen Miteinanders zurück ins Leben rufen. Und das ganz unpolitisch. Die Teilnehmer der RON-Bewegung warten nicht mehr darauf, dass andere etwas für sie ändern. Sie beginnen bei sich. Sie kommen in (die) Bewegung.
Horlitz: Wofür stehen die einzelnen Buchstaben?
Wesemann: Ich habe mich gefragt, wofür ich mich einsetzen möchte. Ziele, unter die ich meinen Namen setzen würde. Daher die Überschneidung mit meinem Vornamen. Das R der RON-Bewegung steht für den fehlenden Respekt der Menschen untereinander. Es ist nicht so, dass es diesen noch nie gegeben hätte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie wir zum Beispiel damals einander die Tür aufhielten, die Kassiererin an der Kasse begrüßten, uns für ihre getane Arbeit bedankten und uns freundlich bei ihr verabschiedeten, wie wir uns in der Bahn gegenseitig einen Platz anboten, anstatt ihn mit einem kleinen Beutel zu blockieren. Wie wir aufeinander Acht gaben, wenn jemand auf der Straße lag. Ich erkenne uns zum Teil nicht wieder und vermisse den damaligen Respekt, den wir uns gegenseitig erwiesen haben. Den Respekt vor der körperlichen und seelischen Unversehrtheit unserer Mitmenschen.
Das O der RON-Bewegung steht für Orientierung. Menschen, die sich der RON-Bewegung anschließen, orientieren sich an deren Verhaltensvorschlägen. Wir haben uns mittlerweile so sehr in Gruppen verschachtelt, dass jedes Wort, welches über unsere Lippen kommt, das Potenzial in sich trägt, einen Konflikt auszulösen. Und jede einzelne Interessengruppe beansprucht die Wahrheit für sich, wertet die Ansichten anderer ab und meint, die eigene Einstellung auf Teufel komm raus durchsetzen zu müssen. Sei es Politik, Gesundheitsmaßnahmen, Geschlechtsidentität, Klima, Arbeit, etc. Ich wünsche uns Themen, die uns an Gemeinsamkeiten erinnern, die uns verbinden. Wer sich für ein Miteinander anstatt für ein weiteres Gegeneinander einsetzen möchte, orientiert sich bei Gefallen an den Verhaltensvorschlägen der RON-Bewegung.
Das N steht in der RON-Bewegung für die Natur. Tatsächlich gibt es Menschen, denen der Sinn für die Natur abhandengekommen ist, die meinen, sie könnten mit Natur nicht viel anfangen und gern auf diese verzichten. Sie schimpfen über zu heiße Sommertage, Trockenperioden, ausbleibenden Schnee, Mücken, … Kurzum: Sie assoziieren die Natur mit negativen Erfahrungen, enttäuschten Erwartungen, politischer Vereinnahmung, einem Zeigefinger und/oder schlechtem Gewissen. Und doch erfreuen wir uns im Frühling am Duft und den frischen Farben. Wenn alles grünt und blüht, gehen wir wandern, im See baden, stellen das Auto im Schatten eines sauerstoffspendenden Baumes ab, holen auf dem Weg zum Friedhof einen Strauß Blumen, legen uns mit Freunden auf eine Wiese, während wir in einen Apfel beißen, ein Glas Wein, ein Bier, einen O-Saft, oder ein erfrischendes Wasser trinken.
Fast alle Nahrung, die wir zu uns nehmen, hat ihren Ursprung in der Natur. Wir haben längst vergessen, was wir der Natur zu verdanken haben, wozu wir ihr gegenüber verpflichtet sind und dass wir selbst ein Teil dieser Natur sind. Ob Klimaleugner oder nicht. Alle sollten einsehen, dass es die Natur zu erhalten und zu schützen gilt. Schaden wir der Natur, schaden wir uns selbst. Daran zu erinnern, ist auch Teil der RON-Bewegung.
Die drei Buchstaben der RON-Bewegung stehen also zusammenfassend für Respekt, Orientierung und Natur.
Horlitz: Ist die RON-Bewegung aufgrund ihrer Leitlinie nicht doch politisch?
Wesemann: Nein. Leitlinie bedeutet, dass niemand gezwungen ist, sich nach diesen Vorschlägen zu richten. Andernfalls sprächen wir von einer Richtlinie. Und Zwang hat mit dem Konzept der RON-Bewegung so gar nichts zu tun. Diese Leitlinien sollen, wenn es nach mir ginge, überall dort zum Tragen kommen, wo Interesse an zuvorkommendem, freundlichem und empathischem Miteinander besteht. Dieses Ziel sollte sich nicht von einer Partei vereinnahmen lassen. Wir gehen einfach mit gutem Beispiel voran und laden so zum Nachahmen ein.
Horlitz: Kann man die RON-Bewegung auch als stillen Protest erachten?
Wesemann: Das ist eine Frage der Definition. Im Grunde versuche ich, die Welt so weit zu verbessern, dass ich mich wieder gern in ihr bewegen möchte, ohne ständig auf Stressfaktoren zu stoßen. Man könnte es also durchaus auch als positiven Egoismus bezeichnen. Dann wiederum nicht, da ja auch mein Gegenüber und dessen Umfeld davon profitieren. ,,Das ist aber schön, dass es so etwas noch gibt." Derartige Sätze wird man des Öfteren gerade von den älteren unserer Mitbürger zu hören bekommen. Wenn ich allerdings durch einen leeren Park spaziere, eine ins Grün geworfene Trinkpackung aufhebe und diese in dem 10 Meter entfernten Mülleimer entsorge, bekomme nur ich etwas davon mit. Ach nein! Selbst dann erfreut sich der nachfolgende Besucher vielleicht an dem schönen, müllfreien Park. Zumindest aber habe ich ihn vor der negativen Aufregung bewahrt, hätte er diese Packung dort liegen sehen. Somit habe ich etwas für die Umwelt, für mich und den nachfolgenden Parkbesucher getan, der aufgrund meiner Handlung weniger oder im besten Fall gar keinen Frust mit nach Hause zu seiner Familie trägt.
Horlitz: Wie funktioniert das Ganze? Gibt es eine Art Parteiprogramm?
Wesemann: Nein. Wie gesagt, sind wir eine Bewegung und keine Partei. Wir versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen, um unseren täglichen Einflussbereich, (so klein er auch sein mag) positiv zu beeinflussen. Dazu gibt es eine Reihe von Verhaltensvorschlägen, die auf meiner Website einzusehen sind. Diese können gern ausgedruckt, bei sich getragen und bei Interesse oder Nachfragen anderer, an diese weitergegeben werden. Als Erkennungszeichen dient ein circa 2,5 cm kleiner, oranger Button (Anstecker) mit der Aufschrift RON-Bewegung, den es dort ebenfalls zu erwerben gibt. Dieser kleine Button (Anstecker) dient als Erkennungszeichen, weckt die Neugier anderer und lädt somit dazu ein, über die RON-Bewegung ins Gespräch zu kommen. Ein potenzieller Ausweg aus einer eventuellen Einsamkeit. Er ist also auch eine Art Eisbrecher, was einen möglichen Gesprächsstart angeht.
Horlitz: Welche Verhaltensvorschläge sind das?
⦁ Ich telefoniere (wenn möglich) nicht laut im öffentlichen Nahverkehr, lasse dort keine Musik laut laufen, oder benutze, wenn nötig, Kopfhörer.
⦁ Wenn ich im öffentlichen Nahverkehr unterwegs bin, biete ich älteren Menschen meinen Sitzplatz an.
⦁ Ich halte einer Person, die unmittelbar hinter mir läuft oder die offensichtlich Hilfe benötigt, die Tür auf.
⦁ Wenn jemand in meinem Umfeld niest, dann wünsche ich der Person Gesundheit. (auf Englisch: "Bless you.")
⦁ Ich lasse (wenn möglich) Menschen mit kleinerem Einkauf als dem meinen am Kassenband vor.
⦁ Ich begrüße die Person, die mich an der Kasse bedient, bedanke und verabschiede mich.
⦁ Wenn jemand bewegungslos am Boden liegt, schaue ich nach ihm und rufe, falls nötig, telefonisch nach Hilfe. (Polizei, Rettungsdienst, Kältebus der jeweiligen Stadt)
⦁ Wenn ich sehe, dass ein Rentner im Müll nach Pfandflaschen sucht, dann gebe ich ihm (wenn möglich) etwas Kleingeld. Die Summe spielt dabei keine Rolle. Alternativ kann ich ihm auch einen bereits mitgeführten Pfandbon anbieten.
⦁ Wenn ich Müll liegen sehe, hebe ich diesen (wenn möglich) auf und befördere ihn in den nächstgelegenen dafür vorgesehenen Mülleimer.
⦁ Ich beschimpfe niemanden, nur weil er kein Fleisch isst. Wir alle kennen die Bilder. P. S.: Ich esse selbst ab und zu Fleisch und andere tierische Produkte, habe aber vollstes Verständnis für die Beweggründe von Vegetariern und Veganern.
⦁ Ich schimpfe nicht auf Menschen, die sich für den Erhalt unserer Umwelt starkmachen.
⦁ Ich schaue (wenn möglich) nicht auf mein Handy, während jemand mit mir spricht.
Horlitz: Beabsichtigen Sie, diese Leitlinien zu erweitern?
Wesemann: Nein. Es geht darum, die Schnittmenge der Menschen hervorzuheben und sich gemeinsam für deren Erhalt einzusetzen. Die RON-Bewegung kanalisiert diese Wünsche, gibt ihnen ein imaginäres Dach, welches zu Begegnung einlädt, anstatt voneinander getrennt durch den Regen zu laufen. Wenn wir das schaffen, dann ist bereits viel getan.
Horlitz: Welche Schnittmenge ist das Ihrer Meinung nach?
Wesemann: Die Sehnsucht nach Respekt, die Suche nach Orientierung und die Verbindung zur Natur. Von den Anfangsbuchstaben dieser drei Punkte (Respekt, Orientierung und Natur) leitet sich der Name RON-Bewegung ab. Für diese drei Punkte möchte die RON-Bewegung das Bewusstsein schärfen.
Horlitz: Was sagen Sie den Menschen, die eben kein Kleingeld haben, welches sie den flaschensammelnden Rentnern zustecken können, wenn sie diese sehen?
Wesemann: Diese Menschen sollen sich bitte keine Gedanken machen. Geld sollte doch nicht das Kriterium sein, mit dem die restlichen Punkte stehen und fallen! Wenn wir einmal in der Woche auch nur eine dieser Verhaltensweisen umsetzen, dann ist der Welt in und um uns herum schon sehr geholfen.
Horlitz: Die Welt in uns? Können Sie das erläutern?
Wesemann: Nun ja. Wenn zum Beispiel jemand in einem Discounter einkaufen geht und nach dem Durchrechnen das eine oder andere Lebensmittel aus dem Einkaufskorb zurück ins Regal wandert, weil das Geld einfach nicht reicht. Wenn er gedanklich schon die enttäuschten Gesichter der eigenen Kinder vor sich sieht, weil er eben wieder nicht den Lieblingsbrotaufstrich mit nach Hause bringt. Sollte dieser besagte Mensch dann am Kassenband jemanden vorlassen, wird er daran erinnert, dass er trotz aller finanziellen Widrigkeiten, allein mit seinem Verhalten, anderen eine Freude bereiten kann. Das hilft auch der Welt in ihm. Sicher freut er sich über ein von einem Lächeln begleitetes „Dankeschön“.
Horlitz: Braucht es unbedingt eine Bewegung für die Umsetzung eines besseren Miteinanders?
Wesemann: Ja. Auf jeden Fall!
Die Menschen wissen um das, was sie vermissen, haben dieses ihnen selbst so wichtige Verhalten jedoch aufgegeben, da sie das Gefühl haben, mit ihrer Höflichkeit allein auf weiter Flur zu stehen. Sie haben Angst, erneut verletzt zu werden, fühlen sich im Stich gelassen, kraftlos, geradezu einsam. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es nach außen hin gesünder ist, den Mund zu halten und still zu sein. Je mehr Menschen aufgeben, desto einsamer fühlen sich die anderen. Mit diesem kleinen Button (Anstecker) können wir ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind. Die RON-Bewegung kanalisiert also die inneren Wünsche nach besserem Umgang miteinander und gibt diesen Menschen ein imaginäres Dach, unter dem sie sich begegnen können, anstatt allein draußen im Regen zu stehen.
Horlitz: Handelt es sich bei der Ron-Bewegung um eine versteckte Abrechnung mit der Generation Z?
Wesemann: Nein. Die Generation Z muss schon genug einstecken und ist genau wie alle anderen herzlichst eingeladen, sich der Ron-Bewegung anzuschließen. Da steht niemand über oder unter dem anderen. Im Grunde stehen wir doch alle nebeneinander. Wir benutzen alle dieselben Bürgersteige, stehen gemeinsam an der Supermarktschlange oder im Stau, sitzen beim Arzt im selben Wartezimmer und werden schließlich nebeneinander begraben. Die Unterstützer der RON-Bewegung gehen nicht in den Streit. Sie ermahnen nicht und haben nicht den Anspruch, noch weitere Konflikte zu schüren, von denen es nun wahrlich genug gibt. Spaltung gehört definitiv nicht zum Konzept. Sie geht einzig und allein mit gutem Beispiel voran und lädt friedvoll zum Mitmachen ein. In der RON-Bewegung kann JEDER zum Vorbild für JEDEN werden.
Horlitz: Haben Sie Angst vor Anfeindungen?
Wesemann: Wir feinden uns ohnehin schon alle gegenseitig an. Ich weiß, dass ich mich mit bestem Gewissen für etwas Gutes und hoffentlich Dauerhaftes starkmache. Kurzum habe ich die Gewissheit, etwas Wertvolles zu tun. Und diese Gewissheit überwiegt die Angst vor irgendwelchen Meckerern.
Horlitz: Ist die RON-Bewegung auf Leipzig begrenzt?
Wesemann: Auf gar keinen Fall! Sie bietet jedem die Möglichkeit, an seinem Wohnort für einen besseren Umgang oder auch für den Erhalt des guten Umgangs aktiv zu werden. Angenommen, ich bin in Hannover wohnhaft und habe das Gefühl bzw. stelle fest, dass auch dort mittlerweile Luft nach oben ist, was die Themen zwischenmenschlicher Respekt, Orientierung oder Umgang mit der Natur angeht. Dann bestelle ich diesen Button (Anstecker), drucke mir ein paar der Handblätter zur Erklärung für Neugierige aus und beginne, die Bewegung im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis ins Gespräch zu bringen. Keine Belehrung, kein Konflikt. Nur eine Einladung. Das wird dazu führen, Gemeinsamkeiten wiederzuentdecken.
Horlitz: Wofür werden die eingehenden Gelder verwendet?
Wesemann: Die Pflege der Website, die Anschaffungskosten für Aushängekästen, Broschüren und Flyer, das Beantworten von E-Mails, Öffentlichkeitsarbeit, etc. kosten Geld und nehmen viel Zeit in Anspruch. Das bedeutet neben den anfallenden Material-, Lager- und Büroraumkosten natürlich auch die Schaffung mindestens eines Arbeitsplatzes.
Horlitz: Was sagen Sie den Menschen, die Sie bis hierher noch nicht von der RON-Bewegung überzeugen konnten?
Wesemann: Die Leute sollten einmal testen, wie gut es sich anfühlt, so einfach etwas Gutes zu tun. Und selbst wenn Sie sich dazu entschließen sollten, diesen Button (Anstecker) zum Beispiel aus modischen Gründen nicht mehr tragen zu wollen, so haben Sie noch immer etwas Geld für eine sinnvolle Sache ausgegeben, sind aus dem Schatten des Schimpfens hinüber in die Handlung getreten und können dieses erworbene Stück der Aktion an jemanden weiterverschenken. Die Menschen laufen Werbung für Textilunternehmen, Automarken und Brauereibetriebe. Sie tragen deren Namen oder Emblem mit Stolz. Ich hoffe, dass sich auf dem Basecap, dem Einkaufsbeutel, dem T-Shirt, der Jacke oder auf dem Rucksack noch Platz für diese kleine, mit Werten verbundene Botschaft findet. Werte sind sexy!
Horlitz: Angenommen, ich trage einen Button der RON-Bewegung und bekomme die Frage gestellt, worum es sich dabei handelt, habe es jedoch eilig und keinen ausgedruckten Handzettel dabei. Wie kann ich am besten antworten, ohne allzu ausführlich werden zu müssen?
Wesemann: Sie meinen, falls Sie gerade aus einem Bus aussteigen müssen und der Fragende weiterfährt?
Horlitz: Ja. Zum Beispiel.
Wesemann: Dann antworten Sie in 4 Worten. „Für ein freundlicheres Miteinander!" Diese 4 Worte reichen, um den anderen von der Sache zu überzeugen. Dieser wird anderen davon erzählen, man tauscht sich untereinander aus, wo man diese Buttons (Anstecker) bekommt, und diese schöne Bewegung wächst.
Horlitz: Nicht jeder gründet mal eben eine Bewegung. Sind Sie aufgeregt?
Wesemann: Ja, und das im positiven Sinn. Ich bin gespannt, ob es mir als Bürger ohne Lobby gelingt, aus eigener Kraft heraus und ohne Parteizugehörigkeit genügend Unterstützer zu finden, um die Welt etwas besser zu gestalten. Das dürfte auch für alle anderen interessant werden, die sich fragen, welchen Einfluss sie als einzelner Mensch abseits von Wahlen tatsächlich nehmen können.
Horlitz: Noch ein abschließendes Wort?
Wesemann: Ja. Ich möchte nicht missionieren. Wer keinen der in der RON-Bewegung aufgezeigten Werte vertreten kann oder möchte, der sollte diesen Button (Anstecker) auch nicht tragen.
Horlitz: Ich bedanke mich für Ihre Zeit.
Wesemann: Sehr gern. Danke für Ihr Interesse und Ihnen alles Gute.
Haftungsausschluss:
Ich, Ronny Wesemann, bin nicht haftbar zu machen für die privaten, sowie öffentlichen Aussagen und/oder privaten, sowie öffentlichen Handlungen einzelner Mitglieder der RON-Bewegung. Die Teilnahme an der RON-Bewegung beruht auf einer freien Entscheidung eines jeden Einzelnen, der wiederum allein und in vollem Umfang für seine privaten, sowie öffentlichen Aussagen, privaten, sowie öffentlichen Niederschriften und privaten, sowie öffentlichen Handlungen zur Verantwortung gezogen, bzw. haftbar gemacht werden kann. Die private, sowie öffentliche Meinung einzelner Unterstützer und/oder Beteiligter der RON-Bewegung muss nicht zwangsläufig mit der meinigen übereinstimmen.
Interview: Heiner Horlitz